Web-Design

Das Design einer Internet-Web-Site ist eine Gratwanderung zwischen maximalem Outfit (tolle Grafiken und Java und Frames und Flash => lange Übertragungszeiten => der Interessent bricht die Übertragung ab) und maximaler (minimaler) Übertragungszeit (wenig Grafik, kein Java, keine Frames, kein Flash => evtl. nicht so tolles Outfit). Hier einen gesunden Kompromiß zu finden, erfordert viel Erfahrung des Designers.

Ebenfalls sollte eine Zielgruppenanalyse stattfinden, Geschäftskunden mit massenhaft animierten Grafiken und Hintergrundmusik zu bombardieren dürfte nicht der richtige Weg sein, andererseits gedruckte Prospekte eins zu eins ins HTML zu übernehmen ist für Endverbraucher wohl etwas langweilig und verfehlt die Möglichkeiten des Mediums Internet.

Zu Bedenken ist auch, daß sich HTML und die Browser ständig weiterentwickeln. Werden die Möglichkeiten der neusten Browser genutzt, schließt man automatisch Benutzer älterer Browser aus, sie können die Seite nicht darstellen. Ist die anvisierte Klientel im EDV-Bereich angesiedelt kann man von modernen Browsern ausgehen, wendet man sich an Endverbraucher, muß man auch mit Uralt-Browsern rechnen, so daß Java, Frames, etc. zu Problemen führen können.

Weiterhin findet man im Internet sehr viele Web-Sites mit Problemen in der Lesbarkeit von Texten (Schriftgrößen und fehlender Farbkontrast zum Hintergrund) und dem Fehler nur für bestimmte Browser und Bildschirmauflösungen (hier gibt es erstaunlicherweise sehr große Unterschiede in der Darstellung) zu designen.

Ein großes Problem ist, daß auch bei guter Verpackung (Design) oft die Inhalte zu kurz kommen (ist heute ein allgemeines Problem, nicht nur im Internet).

Ein sehr gute Zusammenstellung über schlechtes Web-Design bieten die Goldenen Regeln für schlechtes HTML von Stefan Karzauninkat.


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© Karl-Heinz Schreiter 1997-2012